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Stuttgarter Zeitung vom 6. August: Mit Justinus Kerner in die Vergangenheit

Führung: Ein Dichter im historischen Kostüm vermittelt den Lesern einen Eindruck von der Poesie der schwäbischen Romantik.

Welzheim: Justinus KernerAn manchen Tagen wird ein kleiner Vorplatz gegenüber dem Welzheimer Bahnhof zur Bühne für die Dichtkunst vergangener Zeiten. Das passiert immer dann, wenn Markus Klemenz im Auftrag der Agentur Kultissima als Justinus Kerner Besucher von der Tourismusbahn abholt und durch die Stadt geleitet. Der im historischen Kostüm eines Arztes gewandete Klemenz stimmte mit den Besuchern gleich eines der bekanntesten Lieder des Dichters an: „Dort unten in der Mühle, saß ich in stiller Ruh…”

Die StZ-Leser zeigten sich angetan von der schauspielerischen Leistung, die Klemenz darbot. Sein historisches Alter Ego war von 1812 bis 1815 in Welzheim tätig. Justinus Kerner war allerdings in erster Linie als Arzt nach Welzheim gekommen, doch von der Atmosphäre des Landstädtchens ließ er sich zur Poesie inspirieren. Die Menschen lebten damals ein denkbar anderes Leben. „Es ist ein bisschen die Entdeckung der Langsamkeit”, sagte die StZ-Leserin Ulrike Mensing aus Aichwald.

Den Rahmen der Führung bildete die Fahrt mit der Schwäbischen Waldbahn von Schorndorf nach Welzheim und wieder zurück. Die StZ-Leser konnten erleben, welchen Andrang das Angebot an Sommertagen auslöst - und wie gut es tut, im Biergarten am Tannwald den Durst zu stillen.

Ihre Meinung zur Führung und Ihre Fotos zum Hochladen sowie die Artikel unter www.stuttgarter-zeitung.de/sommer

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Sonderführung zu den Heimattagen in Welzheim mit Justinus Kerner am Sonntag, 25. Juli

Justinus Kerner

Am kommenden Wochenende 24. / 25. Juli 2010 zeigen Gewerbe, Vereine und viele weitere Beteiligte Sehenswertes aus dem Schwäbischen Wald. Ein Besuch in Welzheim lohnt sich - für Jung und Alt. Es gibt viel zu sehen und zu bestaunen: Justinus Kerner, der schwäbische Arzt und Dichter darf bei dieser Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Er begrüßt die Einheimischen und mit der Dampflok angereisten Gäste von außerhalb stilgerecht am Bahnhof in Welzheim. Seine anderthalbstündige Reise in die Vergangenheit, die Zeit der Romantik, beginnt um 11 und um 16 Uhr und endet jeweils im schmucken Innenhof des Heimatmuseum.

Und nach Justinus Kerners geistreichen Worten, der frischen Luft und herrlichen Landschaft bekommt am Ende des Rundgangs jeder Gast ein Viertele Wein eingeschenkt, selbstverständlich von der württembergischen Rebsorte, die seinen berühmten Namen trägt.

Kosten: Erwachsene 16,50 Euro, ermäßigt 11,50 Euro (Kinder bis 12 Jahre / Studenten / Schwerbehinderte), inkl. Viertele Wein / nicht-alkoholisches Getränk
Um Voranmeldung wird gebeten.

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Welzheimer Zeitung vom 27. Mai: Wie Justinus Kerner wieder lebendig wurde

Welzheimer Zeitung vom 27.05.2010Das Stadtgebiet von Welzheim bietet die passende Kulisse für eine neue Schauspiel-Führung

Strahlender Sonnenschein erwartet die Besucher einer Stadtführung der besonderen Art: Justinus Kerner persönlich heißt die Besucher am Bahnhof in Welzheim willkommen. Stilgerecht gekleidet im schwarzen Anzug mit Melone, mit Koffer und Gehstock ausgestattet nimmt er eine Gästeschar in Empfang, die gerade mit der Dampflok angereist ist. Auch wenn so manch anderer Besucher sich erstaunt nach diesem merkwürdig ausschauenden Mann umdreht, so beginnt dieser wortgewandt mit einem Rätsel: „Wissed Sie wer i ben? Ich heile und ich dichte. Ich dichte und ich heile!“ Die Lösung ist in der Gruppe schnell gefunden bevor Justinus Kerner die Ausflügler in den nächsten 90 Minuten charmant in die Vergangenheit entführen wird. Natürlich ist es nicht der echte Kerner, der im frühen 19. Jahrhundert rund drei Jahre lang in der kleinen Oberamtsstadt Welzheim als Arzt wirkte. Vielmehr handelt es sich um einen Schauspieler, der im Auftrag von Heike Marx, Inhaberin der Kultur- und Veranstaltungsagentur Kultissima diese außergewöhnliche Stadtführung anbietet. Geschichtsvermittlung auf der Grundlage historischer Persönlichkeiten, Anekdoten und speziell geschriebenen Drehbüchern – dies alles präsentiert durch professionelle Schauspieler in Kostümen – das ist die Geschäftsidee der 38-Jährigen ehemaligen Geschäftsführerin des Tourismusvereins Remstal-Route.
Im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Schwäbischen Waldbahn wurde neben Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Weinstadt-Strümpfelbach und Kernen-Stetten die fünfte „StadtVerFührung“ ins Leben gerufen: „Justinus Kerner – Champagnerluft und Sommerfrische in Welzheim“, so der verheißungsvolle Titel. Hauptdarsteller ist kein geringerer als Justinus Kerner, der berühmte schwäbische Arzt und Dichter aus der Zeit der Romantik. Und zurück in diese beschauliche Zeit entführt er die Gäste an diesem Sonntagnachmittag: Vom Bahnhof aus führt der gemächliche Spaziergang durch den Luftkurort mit seiner vielgepriesenen Champagnerluft und man erfährt am eigenen Leib, wie diese sich stimulierend auf das körperliche Befinden auswirkt. Weiter geht´s Richtung Feuersee, dessen wichtige Bedeutung bei der damaligen Brandbekämpfung erläutert wird. Vor der herrlichen Kulisse der St. Gallus-Kirche packt Kerner dann in guter alter Manier seine Maultrommel aus und stimmt das Württemberger Lied an, in das gleich einige der Besucher einstimmen. Am Heimatmuseum, der nächsten Station, weiß er so manches über die Glashütten und die Holzwirtschaft im Schwäbischen Wald zu erzählen – nicht ohne zwischendurch immer wieder einen passenden Vers aus seinen Dichtungen zu zitieren. Kurzweilig und unterhaltsam weiß er so manche Rezeptur und Linderung bei Wehwehchen – auch unter seinen Gästen – und gibt stolz die größte Entdeckung seiner Laufbahn als Arzt bekannt: Die später als Botulismus bezeichnete Krankheit, bei der Vergiftungen auftraten, hervorgerufen durch Bakterien in geräucherter Wurst. Immer wieder sinniert er auf gut Schwäbisch über das Land- und Stadtleben, der Sommerfrischler und „Luftschnapper“ anno dazumal und schwelgt in romantischen und bisweilen schwermütigen Gedichten.

War Kerner wirklich auch mal schlank?

Ob er nicht etwas mehr Leibesfülle gehabt habe, will eine Teilnehmerin unterdessen wissen und verweist auf bekannte alte Bilder von Justinus Kerner. Doch Schauspieler Markus Klemenz, alias Justinus Kerner ist gut vorbereitet und zitiert eine alte Reisepassbeschreibung vom Königlich Württembergischen Oberamt Ludwigsburg aus dem Jahre 1809. Dieser Beschreibung nach ist er im Alter von 22 Jahren, also nur vier Jahre vor seiner Anstellung als Unteramtsarzt in Welzheim: „6 Fuß groß, hat eine schlanke Figur, kleine Zähne, rundes Kinn und geradstehende Beine“. Gemeinsam einigt man sich schmunzelnd auf die wohl guten Kochkünste seiner Ehefrau Friederike, genannt Rickele, die ihn später zu mehr Fülle gebracht haben mögen.
Die nächste Station ist an der heutigen Oberen Untermühlstraße, die früherer Gänsgasse hieß. Dort erzählt Kerner vom Gänsehirten, den man voller Ironie den Schnellläufer nannte, und auch wie lange nach seiner Zeit der Erfinder Gottlieb Daimler aus Schorndorf dem Städtchen Welzheim mit seiner Motorkutsche einen denkwürdigen Besuch abstattete und die Motorisierung der Gesellschaft einläutete.
Nach Justinus Kerners geistreichen Worten, der frischen Luft und vielen Eindrücken von Welzheim bekommt am Ende des Rundgangs jeder Gast vor der passenden Kulisse des Heimatmuseums ein Viertele Wein eingeschenkt, selbstverständlich von der württembergischen Rebsorte, die seinen berühmten Namen trägt und unter den Teilnehmern für den Austausch so mancher Erinnerung aus  früheren Tagen sorgt. Ehepaar Kurz aus Waiblingen stimmt begeistert in den Schlussapplaus ein und will die verbleibende Zeit in der Stadt noch für einen Besuch im Straßencafé nutzen, um dann am frühen Abend rechtzeitig die Bahn zurück nach Schorndorf zu nehmen.
Die öffentlichen Führungen mit Justinus Kerner finden regelmäßig zu den Fahrten der Dampflok statt, Teilnahme per Voranmeldung bei Kultissima unter Telefon 07181-96 4 96-02.

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Schauspiel-Führung mit Justinus Kerner durch Welzheim – Premiere an Christi Himmelfahrt

dbk_64419_4-internetMan kann das Schnaufen der Dampflok im Schwäbischen Wald wieder hören. Unter dem Titel „Champagnerluft und Sommerfrische“ nimmt Justinus Kerner bei einer Schauspiel-Führung an Christi Himmelfahrt höchst persönlich die Gäste in Empfang. Die Premiere der anderthalbstündigen StadtVerFührung im Kostüm und auf Schwäbisch ist am Donnerstag, 13. Mai um 14.30 Uhr direkt am Bahnhof. Es empfiehlt sich eine Anreise mit der Schwäbischen Waldbahn, deren Dampflok um 13 Uhr ab Schorndorf fährt, Ankunft ist um 14.04 Uhr.

Der bekannte schwäbische Dichter und Arzt wirkte in Welzheim ab 1812 rund drei Jahre lang und sinniert über die Landlust der Städter im Sommer. Er nimmt die Teilnehmer voller Muße und Bedacht mit auf eine wunderbare Reise durch die Zeit und wirft einen forschenden Blick auf das Seelenheil der Menschen. Er berichtet davon, wie er sein bekanntes Lied „Dort unten in der Mühle“ bei der Klingenmühle schrieb.
Mit der Schwäbischen Waldbahn schaffte die Stadt Welzheim im Jahre 1911 als letzte Oberamtsstadt im Königreich Württemberg schon einmal den Anschluss an die große weite Welt. In Erinnerung an vergangene Zeiten erfahren die Gäste am eigenen Leib das Gefühl der Sommerfrische im beschaulichen Schwäbischen Wald.
Die vielgepriesene Champagnerluft wird dabei ebenso erläutert, wie besondere geschichtliche Begebenheiten und historische Gebäude. Und nach Justinus Kerners geistreichen Worten, der frischen Luft und herrlichen Landschaft bekommt am Ende des Rundgangs jeder Gast ein Viertele Wein eingeschenkt, selbstverständlich von der württembergischen Rebsorte, die seinen berühmten Namen trägt.
Die nächsten öffentlichen Termine sind 23., 24. Mai und 3. Juni, jeweils 14.30 Uhr, weitere Führungen sind im Internet abrufbar. Der Preis für Erwachsene beträgt 16,50 Euro, ermäßigt 11,50 Euro, inkl. Wein / nichtalkoholisches Getränk. Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich.

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