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Plaudertäschle: s`langt!

HerbststimmungSie, hen Sie dean Sommer ao so an Freizeit-Schdress ghet wie ich? Also gell, hier em Remstal, da woiß mer ja net, wo mer zerscht naganga soll. Fäscht hier, Hocketse do – na isch mer ao no iberall privat einglada (ond sott dia gega-eilada), Radfahra willsch, ens Schwemmbad ond womeglich no en Urlaub oder firs Wochenend an Bodasee. Mir langt`s jetzt!
Sonntichmorga. Dr Rollada isch zua, s`Fenschter offa. Von draußa dringt koin Sonnaschdrahl rei – aber dafür a oglaublich herrlichs Gräusch. S´plätschert, s´regnet. Juhu! Endlich!
Endlich an grauslicher Tag, kühl ond grau. Endlich muass i net irgendwo naganga!
Noi! I schalt säälaruhig mei Nachddisch-Lämple ein – ond bleibt no a baar Schdonda liega. Ond han endlich Zeit fir äll dia Bücher, di i mir dr ganze Sommer lang kauft hab`.
Uff dean Sonntich wart`i jedes Johr! Der isch herrlich. Aber leider dauert des Vergnüga net lang. Mer könnt ja mit dr Potschkutsch vo dr Heike Marx fahra, mer könnt zo ma Weinfäscht ganga, mer könnt ja sonscht no was.
I sag` Ehna aber oins: Lasst Se die Zeit ruhig anganga, wählet Se ganz genau aus – ond macht Se sich`s dabei oifach gmütlich! Weil – die Zeit isch kurz gnug. I sag`bloß oins: Weihnachta!!!

Herzlichscht,
Ihr Plaudertäschle

´s Plaudertäschle: “Mauldascha ond Schwoba sen hälenga”

Sie, saget Se mol, isch Ehna womöglich Ihr Sproch, also Ihr schwäbischer Dialekt, manchmol peinlich? Hier, em Schbeckgürtl vo Schduttgart – also em Remsdal – oder ao anderswo?
Sie, glaubet Se mir, des braucht`s iberhaupt net. Weil des Schwäbische, des ghört ons oifach, des basst zo ons. Weil, mir hen ja so obacha tolle Wörter. Hälenga, zom Beischbiel. Des isch uff jeda Fall oins vo meine Lieblengswörter! Hälenga – des trifft für mi dr Kern der schwäbischa Sääle! Hälenga send Mauldascha, Schwoba mit ma Schdückle ond sogar Schwoba mit ma Daimler.
Bleiba mer heut oifach mol bei de Mauldascha. Dia sen dr Inbegriff vo hälenga. Sie wissad ja, dass angäblich dia Zischderzenzer en dr Faschdazeit en de Mauldascha des Fleisch verschteckt hen. Se hädet`s ja ao „heimlich“ macha könna. Aber heimlich isch jo net des gleiche! Heimlich hättet se des Fleisch vielleicht em tiefschta Keller verschpachelt. Aber noi, sie hen`s en Nudeldaig verpackt. Des isch quasi die Schteigerong vo heimlich.
Hälenga liegt se also em Täller, di Mauldasch. Dampft würzich en dr Briah. Onder ihrm hauchzarta Hemadle aus Nudeldaig verbirgt se des oglaublich saftiche, fleischiche Hälenga. Obadruff krenglet sich a baar braune Zwiebla, danäba schwätzt dr Grombierasalad.
Sie, i kann jetzt nemmer weider schreiba – i han Honger, i gang jedzd end Küch!
Herzlichscht,
Ihr Plaudertäschle