Archiv für die Kategorie „Plaudertäschle“

Plaudertäschle: Weihnachta en Rom

WeihnachtenSie, saget Se mol – goht`s Ehna grad so wie mir:
s´wird Weihnachta, jetzt scho?

Meine Oliva-Bäumle standet no draußa, Zitrone au, ond scho hen mer des erschte Kerzle am Adventskranz anzündet. Ganz ehrlich, i ben no gar net en Weihnachtsstimmong, aber i feier ja ao Weihnachta en Rom.

Sie, jetzt muss i Ehna erscht mol an Geheimniss verrata: ihr Plaudertäschle wohnt en Rom. Jaja, i woiß, was Sie jetzt denket – klar, Italja, wega deane Oliva- ond Zitronabäumle. Von wäga: Rom (…-sonschtnowas) em Remstal isch`s. I fühl mich dort aber grad so wia en Italja! Weil ja älle saget, des Remstal sei di Toskana Deutschlands. Haja, so fühlt sich des ja ao an. Fraget Se meine Zitronabäumla!
Aber zrück zo Weihnachta: Räumet Se Ihre Bäumle bloß net en dr Keller, stimmet Se sich trotzdem uff Weihnachta ein. Machet Se Wunschzettel, ganget Se uff Weihnachtsmärkt, kaufet Se Geschenkle (zom Beischbiel bei dr Heike Marx ond Kultissima) ond schmücket Se nebabei Ihre Oliva-, Zitrona- ond Orangscha-Bäumle mit Lichterketta ond ällam Brimbamborium.
Vor allem aber: Lehnet Se sich zrück, betrachtet Se Ihre Bäumle, denket Se ans vergangene onds neue Johr, sinniered Se über Weihnachta ond wega mir ao über dr Sinn vom Leba.
Aber machet Se mir doch oin Gfalla: Kommet Se runter im Advent, feiret Se scheene Weihnachta – ond kommet Se guat ens nägschte Johr.

I wünsch` Ehna frohe Weihnachta ond des Beschte fürs neue Johr!

Herzlichscht,
Ihr Plaudertäschle

Plaudertäschle: s`langt!

HerbststimmungSie, hen Sie dean Sommer ao so an Freizeit-Schdress ghet wie ich? Also gell, hier em Remstal, da woiß mer ja net, wo mer zerscht naganga soll. Fäscht hier, Hocketse do – na isch mer ao no iberall privat einglada (ond sott dia gega-eilada), Radfahra willsch, ens Schwemmbad ond womeglich no en Urlaub oder firs Wochenend an Bodasee. Mir langt`s jetzt!
Sonntichmorga. Dr Rollada isch zua, s`Fenschter offa. Von draußa dringt koin Sonnaschdrahl rei – aber dafür a oglaublich herrlichs Gräusch. S´plätschert, s´regnet. Juhu! Endlich!
Endlich an grauslicher Tag, kühl ond grau. Endlich muass i net irgendwo naganga!
Noi! I schalt säälaruhig mei Nachddisch-Lämple ein – ond bleibt no a baar Schdonda liega. Ond han endlich Zeit fir äll dia Bücher, di i mir dr ganze Sommer lang kauft hab`.
Uff dean Sonntich wart`i jedes Johr! Der isch herrlich. Aber leider dauert des Vergnüga net lang. Mer könnt ja mit dr Potschkutsch vo dr Heike Marx fahra, mer könnt zo ma Weinfäscht ganga, mer könnt ja sonscht no was.
I sag` Ehna aber oins: Lasst Se die Zeit ruhig anganga, wählet Se ganz genau aus – ond macht Se sich`s dabei oifach gmütlich! Weil – die Zeit isch kurz gnug. I sag`bloß oins: Weihnachta!!!

Herzlichscht,
Ihr Plaudertäschle

Neues vom Plaudertäschle: dr „Hugo“

HugoSie, ganz ehrlich, ich will heut`mit Ehna ganz sicher net`s „Hugole treiba“. Gwieß net! Ich däd Ehna aber gern erkläre, was des mit am Hugole uff sich hat. Ond außerdem verrat ich Ehna ao no, wia Se mit ma ganz neumodischa Hugo dean Sommer no bis übern Herbscht naus ganz locker verlängera könnet.

Älles was Sie brauchet hen Sie bestimmt em Keller – oder sie könnet`s kaufa! Also, bleiba mer doch z`erscht beim Hugole. Wenn mer mit ebber s`Hugole treibt, dann hoißt des, dass mer dr andere so gar net für ernscht nemmt – also für bleed verkauft. Wenn Se also oin so richtich reiglegt oder ehn schickaniert hen, dann isch der halt`s Hugole (fascht wia dr Hannes beim Bürgermoischter).
Dr Hugo den ich Ehna aber heut empfehla will, der hat an ganz andres Kaliber: sau-kalt, sau-lecker! Sie kennet ja älle „Aperol Schbrizz“ – x-Sommer lang probiert. Seit es dean Aperol bei älle Fäscht sogar bei de Landfraua gibt (nix gega Landfraua, dia sen schwäbische Ober-Oberliga ond i ben oberschter Fän äller Landfrauen!), hat mol was Neues komma müssa.
Jedzd also Hugo: Sekt, Prosseko oder Weißwei`, dazu Holonderblüta-Sirup ond ganz viel Eiswürfl. Des i-Tüfele, ganz wichtich, send Pfefferminzblättle, ohne dia goht`s uff koin Fall! Mischet Se des ganz nach Gschmack. Wenn Se scho vorher uff Zack waret, hen Se em Frühjohr Ihrn eigena Holonderblüta-Sirup gmacht (wenn net, dann verrat i Ehna des Rezept rechtzeitig em nägschta Johr). Ansonschta müsset Se den halt kaufa – aber bitte beschte Qualität, sonscht wird`s nix!
So, jetzt hen Se an Hugo. Wenn`s net klappt oder wenn Se no Froga hen, na schreibet Se mir halt über dean Blog. Aber bitte störet Se mich net am Abend – do sitzet mir nämlich uff dr Terrass` ond trinket Hugo!

Herzlichscht,
Ihr Plaudertäschle

´s Plaudertäschle: “Mauldascha ond Schwoba sen hälenga”

Sie, saget Se mol, isch Ehna womöglich Ihr Sproch, also Ihr schwäbischer Dialekt, manchmol peinlich? Hier, em Schbeckgürtl vo Schduttgart – also em Remsdal – oder ao anderswo?
Sie, glaubet Se mir, des braucht`s iberhaupt net. Weil des Schwäbische, des ghört ons oifach, des basst zo ons. Weil, mir hen ja so obacha tolle Wörter. Hälenga, zom Beischbiel. Des isch uff jeda Fall oins vo meine Lieblengswörter! Hälenga – des trifft für mi dr Kern der schwäbischa Sääle! Hälenga send Mauldascha, Schwoba mit ma Schdückle ond sogar Schwoba mit ma Daimler.
Bleiba mer heut oifach mol bei de Mauldascha. Dia sen dr Inbegriff vo hälenga. Sie wissad ja, dass angäblich dia Zischderzenzer en dr Faschdazeit en de Mauldascha des Fleisch verschteckt hen. Se hädet`s ja ao „heimlich“ macha könna. Aber heimlich isch jo net des gleiche! Heimlich hättet se des Fleisch vielleicht em tiefschta Keller verschpachelt. Aber noi, sie hen`s en Nudeldaig verpackt. Des isch quasi die Schteigerong vo heimlich.
Hälenga liegt se also em Täller, di Mauldasch. Dampft würzich en dr Briah. Onder ihrm hauchzarta Hemadle aus Nudeldaig verbirgt se des oglaublich saftiche, fleischiche Hälenga. Obadruff krenglet sich a baar braune Zwiebla, danäba schwätzt dr Grombierasalad.
Sie, i kann jetzt nemmer weider schreiba – i han Honger, i gang jedzd end Küch!
Herzlichscht,
Ihr Plaudertäschle