Ein kurzer Reisebericht als Vorgeschmack auf den Sendetermin der “SWR-Sonntagstour mit Hansy Vogt” am Sonntag, 22. Mai 2011 um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.
In dieser Woche war es soweit: Das Filmteam des SWR besuchte das Remstal vor den Toren Stuttgarts, um die wunderbare Weinlandschaft mit der historischen Postkutsche zu er-fahren. Von der Alten Kelter Fellbach aus ging es im Tempo der Pferde zügig vorbei am Kappelberg Richtung Stetten. Durch die sattgrüne Landschaft ging es weiter durch Streuobstwiesen und Baumstückle, die vier Pferde hatten offensichtlich ihren Spaß dabei. Im Schlosshof der Diakonie in Stetten stieg dann Moderator Hansy Vogt gemeinsam mit Heike Marx von der Kutsche, um die wohl berühmteste historische Figur in Stetten zu begrüßen: Der Pfeffer! Als echter Spielmann mit Fiedel unter dem Arm und immer eine lustige Geschichte auf den Lippen - so erzählt man sich noch heute die legendären Streiche des Pfeffers. Eine wahrhaftige Institution in Stetten, der Kultissima wieder Leben eingehaucht hat.
Dann hieß es alle Kräfte zu sammeln, um den steilen Aufstieg hinauf zur Y-Burg, die als Wahrzeichen über dem Ort thront, zu meistern. Der wunderbare Ausblick entschädigte für so manche Strapaze. Weiter führte der Weg hinunter in den Weinort Strümpfelbach, dessen herrschaftlich anmutenden Fachwerkhäuser der Legende nach durch eine Reparationszahlung der Reichstadt Esslingen bezahlt wurden. Neben dieser Legende tauchte eine weitere historische Figur auf, um die sich ebenfalls viele Legenden ranken: Das Gretle von Strümpfelbach. Mit der Hufgeklapper der vier Rappen in Strümpfelbach einzufahren ist schon ein besonderes Erlebnis und zog so manchen neugierigen Blick an. Autos hielten an, Leute winkten aus den Fenstern und die Zeit schien ein Stück still zu stehen - eine wahrhaftige Zeitreise. Die im Biedermeier-Stil gekleideten Damen und Herren machten dieses Bild perfekt - Sissis Erben sei Dank.
Im Weingut erreichte man dann das abendliche Etappenziel im Weingut Kuhnle bei Trollinger und zünftigem Vesper. Nachdem auch hier die letzten Szenen um das Gretle von Strümpfelbach und die Geschichte um das Koppa Mala im Kasten war, hieß es die Rückfahrt nach Fellbach anzutreten. Dieses Mal auf direktem Wege und im Tempo einer echten Postkutsche - Otto Müller, dem erfahrenen Kutscher und seiner Mannschaft sei ebenfalls gedankt.
Ein aufregender Tag mit vielen wunderbaren Einstellungen, Aussichten, Einblicken und Geschichten neigte sich dem Ende entgehen. Und jetzt geht die Reise erst los… Wir starten in Kürze mit der ersten dreitägigen Postkutschenreise von Bad Cannstatt bis hinauf auf den Schwäbischen Wald. Wir freuen uns schon sehr und sind gespannt auf die vielen Erlebnisse unterwegs!