Archiv für August 2010

Zusatztermin für den “Pfeffer in Stetten”

pfeffer-3Aufgrund großer Nachfrage haben wir einen weiteren öffentlichen Termin für eine StadtVerFührung in Kernen-Stetten angesetzt:

Sonntag, 19. September 2010 um 14.30 Uhr

Ein amüsanter Spaziergang durch einen “Flecka”, der im Laufe der Geschichte vielen Herren unterstand. Die Führung beginnt mit einem Viertele Wein vom Weingut Hans Haidle: ein Stettener Riesling mit dem passenden Namen “Pfeffer”.

Interesse? Dann rasch anmelden.

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Schorndorfer Nachrichten vom 19. August: „Graf im Bart, Ihr seid der Reichste“

Wirtschaftsforum hatte seine Mitglieder mit Familienangehörigen zur Bahnfahrt und Kerner-Führung eingeladen

Justinus KernerRudersberg/Welzheim. Das Wirtschaftsforum Welzheimer Wald/Wieslauftal hatte seine Mitglieder mit ihren Familien zu einer Fahrt mit der Schwäbischen Waldbahn, zu einer Stadtverführung mit „Justinus Kerner“ und zur Einkehr im Biergarten im Stadtpark eingeladen.
Die Mitglieder des Wirtschaftsforums kamen mit Kind und Kegel, mit Oma und Opa und Hund Wuschel, einem Westhighland- Terrier, der für sich auf der Bahnfahrt einen Fensterplatz auf dem Schoß seines Herrchens sicherte. 50 Teilnehmer bewunderten die Ein- und Ausblicke, die eine Fahrt mit der historischen Bahn mit Dampflok 64419, liebevoll „Bubikopf“ tituliert, auf der Bergstrecke von Welzheim nach Schorndorf und zurück präsentierte – das liebliche Wieslauftal mit ganz anderen Ansichten als die, die sich von der Straße erschließen. Man sieht in die Gärten, in die Hinterhöfe, und überall stehen Menschen mit Kameras und Fotoapparaten, um ein Stück Nostalgie, vor allem die Dampflok, auf Celluloid zu bannen.

Die Bergstrecke mit den Viadukten ist das ganz besondere Erlebnis für Jung und Alt. Die Fenster sind für alle Fenstergucker viel zu klein. Gibt es vielleicht einen historischen Panoramawagen?

Bergauf sind die Bäume zum Greifen nah, schnell musste der Sohn von Alfdorfs Bürgermeister Segan seinen Kopf einziehen, und schon hatte er ein Kohlekörnchen im Auge. Auch das wie damals. Bei manch älterem Teilnehmer erweckte die Fahrt Erinnerungen an frühere Bahnfahrten, z. B. zur Berufsschule, an die Schufterei des Heizers und an einige Streiche, denen der arme Schaffner ausgesetzt war.

Auch Wuschel, „der Begleithund des Wirtschaftsforums“, sorgte für Erinnerungen an einen Hund mit Namen Moritz und einen Jungen mit Namen Max. Dieser Max, ein überzeugter Tierfreund, gab einst seinem Hund Moritz das Gebiss seiner Oma zum Spielen. Irgendwo musste der Hund das Gebiss vergraben haben. Trotz intensiver Suche der ganzen Familie, selbst unter Einsatz des Suchhundes Moritz, blieb das Gebiss für alle Zeiten verschollen. Richtig entspannt war die Atmosphäre im Zug, ähnlich wie in einer Besenwirtschaft: Jeder spricht mit jedem, neudeutsch: sehr kommunikativ.

Im Bahnhof Welzheim angekommen, wurde die Gruppe von „Justinus Kerner“, dem Arzt und Dichter, erwartet, der von 1812 bis 1815 in Welzheim mit seiner Familie gewohnt hatte.
Kerner: Ein guter Dichter oder ein guter Arzt? Oder beides?

Er erzählte, dass andere Ärzte ihn einen guten Dichter genannt hätten, andere Dichter hielten ihn für einen guten Arzt. Wichtig für den Dichter und Arzt in ihm sind vor allem die Natur, der Wald, die Luft im Welzheimer Wald, der er das Prädikat „Champagnerluft“ verliehen hat. Kerner führte zum Feuersee, zur Kirche, zum Heimatmuseum mit altem Schulhaus und durch die ganze Innenstadt und hatte einige Geschichten und Geschichte aus der Welzheimer Vergangenheit auf Lager, bei der er sich nicht nur auf seine „Welzheimer Zeit“ beschränkte.

Die Muse kam auch nicht zu kurz. Natürlich durfte sein Gedicht „Da unten in der Mühle“, mit dem Kerner die Laufenmühle besungen hatte, nicht fehlen. Als er zum Abschluss sein Württemberger Lied vortrug (im Kasten der Schluss), machte ihm zumindest stimmlich der Vorsitzende des Wirtschaftsforums und langjährige Vorsitzende des Liederkranzes Welzheim, Werner Buhl, erfolgreich Konkurrenz.

Im Biergarten wurde nach nostalgischer Zugfahrt, der längeren Stadtführung und bei der Darbietung von viel trockener, wenn auch witzig präsentierter und interessanter Materie, erfolgreich Hunger und Durst gestillt.

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Ab sofort buchbar: “Anno dazumal” | Erlebnis-Kutschfahrt durch Streuobstwiesen

PlanwagenfahrtWir lassen die gute alte Zeit aufleben – mit Großmutter´s Rezepten!
Samstag, 23. Oktober 2010, 14.00 - 18.00 Uhr, Schorndorf - Berglen

Unser Kutscher Thomas Spengler empfängt Sie zur Begrüßung mit einem Apfel-Holundersaft am Backhäusle in Schornbach. Danach geht’s mit dem überdachten Planwagen durch die idyllischen Streuobstwiesen hinauf in die Berglen. Auf einem Stückle treffen wir unterwegs auf den bruddeligen Obstbauer Eugen und seine geschwätzige Christel bei der anstrengenden Apfelernte. Dank deren schauspielerischem Können erfahren wir alles über die süße Frucht, die schon in der Bibel eine besondere Rolle spielte. In einem alten Bauernhaus empfängt man uns anschließend stilecht in historischer Kleidung wie zu Großmutter´s Zeiten. Der Duft frischgebackenen Apfelkuchens zieht durchs Haus und es dreht sich alles um das Haltbarmachen und die Verarbeitung von Äpfeln: Vom Einkochen und Trocken der Apfelschnitze über die Kellerlagerung bis zu alten Marmelade-Rezepten. Auf die Kinder wartet eine Kette aus Apfel-Ringen zum Selberbasteln.
Preis inklusive Kutschfahrt, Kaffee, Kakao, Kuchen und kalte Getränke, sowie Rücktransfer durch Pkw.

Die Veranstaltung ist wetterunabhängig und kann für ganze Gruppen zu jeder Jahreszeit gebucht werden. Sie ist insbesondere auch für Kinder geeignet. Mindestteilnehmerzahl 15 Personen.

Gerne stehen wir Ihnen auch für eine individuelle Terminvereinbarung zur Verfügung!

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Stuttgarter Zeitung vom 6. August: Mit Justinus Kerner in die Vergangenheit

Führung: Ein Dichter im historischen Kostüm vermittelt den Lesern einen Eindruck von der Poesie der schwäbischen Romantik.

Welzheim: Justinus KernerAn manchen Tagen wird ein kleiner Vorplatz gegenüber dem Welzheimer Bahnhof zur Bühne für die Dichtkunst vergangener Zeiten. Das passiert immer dann, wenn Markus Klemenz im Auftrag der Agentur Kultissima als Justinus Kerner Besucher von der Tourismusbahn abholt und durch die Stadt geleitet. Der im historischen Kostüm eines Arztes gewandete Klemenz stimmte mit den Besuchern gleich eines der bekanntesten Lieder des Dichters an: „Dort unten in der Mühle, saß ich in stiller Ruh…”

Die StZ-Leser zeigten sich angetan von der schauspielerischen Leistung, die Klemenz darbot. Sein historisches Alter Ego war von 1812 bis 1815 in Welzheim tätig. Justinus Kerner war allerdings in erster Linie als Arzt nach Welzheim gekommen, doch von der Atmosphäre des Landstädtchens ließ er sich zur Poesie inspirieren. Die Menschen lebten damals ein denkbar anderes Leben. „Es ist ein bisschen die Entdeckung der Langsamkeit”, sagte die StZ-Leserin Ulrike Mensing aus Aichwald.

Den Rahmen der Führung bildete die Fahrt mit der Schwäbischen Waldbahn von Schorndorf nach Welzheim und wieder zurück. Die StZ-Leser konnten erleben, welchen Andrang das Angebot an Sommertagen auslöst - und wie gut es tut, im Biergarten am Tannwald den Durst zu stillen.

Ihre Meinung zur Führung und Ihre Fotos zum Hochladen sowie die Artikel unter www.stuttgarter-zeitung.de/sommer

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